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Joomla! ist ein gratis - CMS, das unter der GPL (General Public License) vertrieben wird. Also nimmt Otto Normalverbraucher automatisch an, dass das Ganze nichts kosten darf. Alles kostenlos, oder was?
Nicht ganz, wie folgende Ausführungen zeigen sollen.

 

Die GPL redet von vier Freiheiten:

  • Die Freiheit, das Programm auszuführen wie man möchte, für jeden Zweck (Freiheit 0).Die Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und eigenen Bedürfnissen der Datenverarbeitung anzupassen (Freiheit 1). Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.
  • Die Freiheit, das Programm weiterzuverbreiten und damit seinen Mitmenschen zu helfen (Freiheit 2).
  • Die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Öffentlichkeit freizugeben, damit die gesamte Gemeinschaft davon profitiert (Freiheit 3). Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.

Also kostenlos. Alledings bedeutet das alles keineswegs, dass ein Entwickler oder Integrator nicht Geld verlangen kann für seine Dienste. Joomla! selbst kann kostenlos heruntergeladen und beliebig installiert, weitergegeben, verteilt und in veränderter Form angeboten werden, solange die Copyright vermerke und Verweise auf das Original intakt sind.

Wie also verdienen Entwickler von Erweiterungen ihr Geld? Mit ihren Komponenten, Modulen, Plugins und Templates allein ist das nicht möglich, weil diese immer noch unter einer GPL lizensiert werden müssen. Wo also kann ein Entwickler Geld verdienen?

Das Zauberwort heisst: Support. Es ist möglich, Entgeld zu verlangen, indem man seine Entwicklung(en) bündelt mit einem Suppostangebot.
Ein Entwickler darf alsoGeld verdienen mit seiner Arbeit, indem er im Grunde genommen seine Downloads an einen Supportvertrag bindet. Solche Verträge haben normalerweise eine laufzeit von 1, 3, 6 oder 12 monaten. Während dieser zeit darf der kunde kostenlos die Entsprechenden Erweiterungen samt Updates herunterladen und darüber hinaus Support verlangen. Ist der Vertrag abgelaufen, gibt es weder das Eine, noch das Andere. Verlängerungen sind im Übrigen meist günstiger als Neuabshlüsse.

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